Alle Artikel in der Kategorie ‘Bundesliga’
4. Januar 2012 von redaktion
Der 22-jährige Nationalspieler wird Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Beim Deutschen Meister erhält Reus einen Vertrag bis 2017.
Nun also doch. Supertalent Marco Reus verabschiedet sich nach drei Jahren aus Gladbach und kehrt nach der Saison zurück zu Borussia Dortmund. Der BVB hat den Poker um eines der begehrtesten deutschen Talente für sich entschieden und sich dabei gegen namhafte Konkurrenz wie Real Madrid, Arsenal London und Bayern München durchgesetzt. Dafür mussten die Schwarz-Gelben allerdings auch tief in die Tasche greifen. Im Sommer überweist der Deutsche Meister die festgeschriebene Ablösesumme von 17,5 Millionen Euro an Gladbach. „Der Transfer ist aus unseren Rücklagen der letzten Jahre solide finanziert. Marco Reus ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht und dazu ein echter Dortmunder Junge“, erklärt Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung, den Transferhammer.
Beim Trainingsauftakt am Dienstag informierte Reus die Gladbach-Bosse über seine Entscheidung, die der 22-Jährige im Weihnachtsurlaub in Dubai getroffen hatte. „Mir ist es ganz wichtig, klarzustellen, dass dies keine Entscheidung gegen Gladbach ist. Ich hatte hier bis jetzt eine wunderbare Zeit. Borussia hat mir die Chance gegeben, mich in der Bundesliga zu zeigen und mich zu dem Spieler zu entwickeln, der ich jetzt bin. Nach wie vor fühle ich mich in der Mannschaft, in der ich viele gute Freunde habe, und in der Stadt sehr wohl und es wird mir weh tun, dieses für mich wichtige gute Umfeld zu verlassen. Aber ich habe mich entschieden, dass ich in der kommenden Saison den nächsten Schritt machen und bei einem Verein spielen möchte, der um die Meisterschaft mitspielt und mir die Garantie gibt, in der Champions League zu spielen. Diese Chance sehe ich in Dortmund.“
Eben in Dortmund ist Reus, der in der Hinrunde in 15 Ligaspielen zehn Tore erzielen konnte, groß geworden. Seine Freundin und die Eltern wohnen immer noch dort. Im Sommer kehrt nun auch der 22-jährige Flügelflitzer in seine Heimat zurück. „Wir freuen uns, dass sich Marco trotz hochkarätiger Konkurrenz für den BVB entschieden hat“, so BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der den Deal eingetütet hat. „Mit Marco Reus verpflichten wir unseren absoluten Wunschspieler für die Offensive.“
In Gladbach ist die Freude über den Verlust des Supertalents verständlicherweise nicht ganz so groß. Sportdirektor Max Eberl hatte bis zuletzt alles versucht, um Reus zu einem Verbleib in Mönchengladbach zu bewegen. „Wir wären bis ans Äußerste gegangen, um Marco zu halten, haben ihm ein neues Vertragsangebot bis 2016 vorgelegt.“ Doch der Nationalspieler entschied sich anders. „Ich weiß diese Bemühung um mich wirklich sehr zu schätzen, aber letztendlich denke ich, dass es für meine Entwicklung der richtige Schritt ist, nach drei Jahren in Mönchengladbach nun zu Borussia Dortmund zu wechseln.”
10. Oktober 2011 von redaktion
Nach der erfolglosen Trainersuche übernimmt der Sportchef bis auf weiteres das Amt des Chef-Trainers beim Bundesligadino. Der Däne leitet ab sofort das Training und wird am Sonntag in Freiburg auf der Bank sitzen.
Drei Wochen lang ist Frank Arnesen nach der Entlassung von Michael Oenning auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter für den Hamburger SV gewesen. Weil eben diese Suche bisher erfolglos verlief und Interimstrainer Rodolfo Cardoso mangels nötiger Lizenz nicht weiter machen darf, wird der Däne nun selbst die Verantwortung übernehmen. „Ich bin alle möglichen Alternativen durchgegangen und zu der Erkenntnis gekommen, dass der richtige Trainer für den HSV zurzeit noch nicht verfügbar ist. Ich muss auch das Gefühl haben, dass es passt, dass er unsere Mannschaft besser machen kann und dass ich mit ihm zusammen arbeiten kann. Ich will den Trainer haben, der das Beste für den HSV ist und nicht die zweite oder dritte Möglichkeit nehmen, nur damit wir eine Lösung präsentieren“, erklärte der 55-Jährige, der die Trainerlizenz 1991 während seiner Zeit beim PSV Eindhoven erwarb.
„Ich habe mir das überlegt. Es ist ein Risiko für mich, aber das muss ich für den HSV eingehen. Ich bleibe so lange, bis der neue Trainer verpflichtet ist. Ich werde so oft wie möglich auf dem Platz stehen.“
Seine erste Trainingseinheit leitet der neue Teamchef bereits am Montagnachmittag. Als Co-Trainer unterstützen Rodolfo Cardoso und Frank Heinemann den Dänen. „Ich will nicht viel ändern. Wir haben gerade unsere zwei besten Saisonspiele gezeigt. Wir sind auf dem richtigen Weg”, sagte Arnesen, der als Teamchef vor allem auf die Unterstützung seiner Assistenten zählt. „Ich habe sehr viel Vertrauen in unseren Stab. Wir werden alle Ressourcen gebrauchen“, so der Däne, der künftig auch den technischen Direktor Lee Congerton enger ins Trainerteam einbinden möchte.
22. September 2011 von redaktion
Ralf Rangnick ist aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Trainer des FC Schalke 04 zurückgetreten. Der 53-Jährige sei aufgrund eines Erschöpfungssyndroms momentan nicht in der Lage, die Kraft und Energie aufzubringen, um dem Team die notwendigen Impulse zur Weiterentwicklung zu geben, heißt es in einer Pressemitteilung.
“Nach langer und reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche. Die Entscheidung so zu treffen, ist mir unheimlich schwer gefallen. Doch mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen”, erklärt Ralf Rangnick seine Entscheidung auf der Homepage des Vereins. “Diesen Schritt gehe ich daher auch im Sinne meines Teams, denen ich für den weiteren Saisonverlauf den größtmöglichen Erfolg wünsche.”
Bereits am Morgen soll Rangnick die Mannschaft über seinen Rücktritt informiert haben. Erst im März hatte der ehemalige Hoffenheim-Coach als Nachfolger von Felix Magath das Amt bei den Königsblauen übernommen. Als Trainer hatte er Schalke 04 bis ins Halbfinale der Champions League geführt und mit den Knappen den DFB-Pokal gewonnen. Interimsweise wird nun der bisherige Co-Trainer Seppo Eichkorn die Mannschaft betreuen. “Die Entscheidung von Ralf Rangnick verdient höchste Achtung. Wir sind ebenso der Auffassung, dass die Gesundheit in jedem Fall Vorrang vor allen beruflichen Zielen und Herausforderungen haben sollte”, zeigte Manager Horst Heldt Verständnis für die Entscheidung. Einen Nachfolger für Rangnick gibt es noch nicht.
14. Juli 2011 von redaktion
Der FC Bayern München hat nach langem hin und her Jerome Boateng von Manchester City verpflichtet. Der deutsche Nationalspieler unterschreibt einen Vertrag bis 2015.
Wochenlang wurde verhandelt. Immer wieder ging es hin und her zwischen dem FC Bayern und Manchester City. War sich der Rekordmeister mit Jerome Boateng schon längst über einen Wechsel einig, drohte der Deal an der von den Engländern geforderten Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro zu scheitern. Doch nun haben sich beide Vereine geeinigt. Boateng wird ein Bayer, wie die Münchner auf ihrer offiziellen Vereins-Homepage bestätigten.
„Es waren intensive Verhandlungen und ein langer Weg, bis wir diesen Transfer nun zu einem guten Ende führen konnten. Mit Jerome Boateng haben wir unseren Wunschkandidaten für die Innenverteidigung zum FC Bayern geholt“, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Über die Ablösesumme vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Experten gehen jedoch von einem Betrag von 13,5 Millionen Euro aus.
Boateng, der derzeit noch mit Manchester City in Los Angeles weilt, erhält in München einen Vertrag bis 2015. In den nächsten Tagen wird der 22-jährige Defensivallrounder in München zur medizinischen Untersuchung erwartet. Dort freut man sich schon jetzt auf den ehemaligen Hamburger. „Jerome Boateng ist ein junger deutscher Nationalspieler, der perfekt in die Philosophie des FC Bayern passt. Zudem ist er auch der Wunschspieler unseres Cheftrainers Jupp Heynckes“, so Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger.
21. Juni 2011 von redaktion
Die DFL hat den neuen Spielplan für die Bundesligasaison 2011/12 bekannt gegeben. Zum Auftaktspiel empfängt Borussia Dortmund den Hamburger SV, der FC Bayern muss gegen Gladbach ran.
Der 1. Spieltag der neuen Bundesligasaison hat es gleich so richtig in sich. Am 05. August 2011 um 20.30 Uhr eröffnet der amtierende deutsche Meister aus Dortmund die 49. Spielzeit gegen den Bundesliga-Dino aus Hamburg. „Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Unter Flutlicht beim BVB – das ist natürlich ein echter Hammer-Auftakt“, freut sich HSV-Trainer Michael Oenning. Auch der neue Sportchef Frank Arnesen, der seit Ende Mai beim Hamburger Traditionsverein die Geschicke leitet, zeigte sich begeistert von der Ansetzung der DFL: „Wir nehmen diese Herausforderung voll an. Wir werden probieren gleich stark zu sein.“
Obwohl die Hamburger in der letzten Saison nur den enttäuschenden achten Platz erreichen konnten, ist man beim amtierenden deutschen Meister gewarnt. „Der HSV ist ein großer Traditionsverein, der immer die Motivation hat, vorne dabei zu sein. Der Club hat die eigenen Erwartungen in der Vorsaison nicht erfüllen können, in der Sommerpause aber viele junge Spieler verpflichtet. Das wird ein hochspannendes Spiel zum Auftakt“, so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Die ARD zeigt das Auftaktspiel am Freitagabend live im Free-TV.
Zu einem weiteren Spitzenspiel kommt es am ersten Spieltag in Mainz. Der Europa League Teilnehmer empfängt im neuen Stadion Vizemeister Bayer 04 Leverkusen. Im Traditionsduell trifft der FC Bayern München auf Borussia Mönchengladbach. Der Rekordmeister hat dabei ebenso Heimrecht wie Aufsteiger Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg. „Das ist eine tolle Überraschung! Ein Auftakt gegen Nürnberg ist perfekt, jetzt brauchen wir nur ein randvolles Olympiastadion dazu“, sagte Berlins Trainer Markus Babbel.
Der FC Augsburg, ebenfalls aus der zweiten Liga aufgestiegen, trifft bei seiner Bundesligapremiere im Heimspiel auf den SC Freiburg. So steht es im neuen Spielplan, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt veröffentlichte. Die größte Änderung in der 49. Bundesligasaison ist die Anzahl der Champions League Plätze. Weil Deutschland in der Fünfjahreswertung der UEFA auf den dritten Platz vorgerückt ist, hat die Liga wieder vier Startplätze für die Königsklasse. Die ersten drei Vereine haben die Teilnahme sicher, der Viertplatzierte muss in die Qualifikation.
Alle Partien des 1. Spieltags im Überblick
Freitag, 05.08.2011
Borussia Dortmund – Hamburger SV 20.30
Sa./So., 06./7.08.2011
Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern
Hannover 96 – 1899 Hoffenheim
FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen
VfB Stuttgart – FC Schalke 04
1. FC Köln – VfL Wolfsburg
FC Augsburg – SC Freiburg
Hertha BSC – 1. FC Nürnberg
Bayern München – Bor. Mönchengladbach
19. April 2011 von redaktion
Wie erwartet wird Holger Stanislawski zur neuen Saison Trainer der TSG Hoffenheim. Der 41-Jährige erhält einen Vertrag bis 2014 bei den Kraichgauern.
18 Jahre lang war Holger Stanislawski für den FC St. Pauli tätig. Von 1993 bis 2004 hielt er als Spieler die Knochen für den Kiez-Klub hin. Danach war er Sportchef, Vize-Präsident und seit 2006 Cheftrainer. Von der Regionalliga Nord führte „Stani“ die Braun-Weißen in nur dreieinhalb Jahren in die 1. Bundesliga zurück. Nach dieser Saison ist die Ära Stanislawski bei den Kiezkickern endgültig vorbei. „Natürlich fällt nach so langer Zeit ein Abschied aus Hamburg schwer. Ich denke dennoch, dass es für mich Zeit ist, eine neue, spannende Aufgabe anzugehen“, so der 41-jährige Fußball-Lehrer in einer Presseerklärung. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Hoffenheim haben mich absolut überzeugt. Ich freue mich auf das neue Umfeld und die kommende Saison mit 1899 Hoffenheim.“
In Hoffenheim beruht diese Freude selbstverständlich ganz auf Gegenseitigkeit. „Holger Stanislawski gehört zweifelsfrei zu den außergewöhnlichen Trainerpersönlichkeiten der Bundesliga. Seine Trainerqualitäten hat er mit den Aufstiegen des FC St. Pauli bis in die Bundesliga unter Beweis gestellt. Darüber hinaus versteht er es, junge Talente an den Profifußball heranzuführen”, sagte Hoffenheims Manager Ernst Tanner über den neuen Mann. Bei der TSG löst Stanislawski den erfolglosen Marco Pezzaiuoli ab, dessen Demission zum Saisonende in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden war. Vorher hat „Stani“ allerdings noch ein anderes Ziel fest vor Augen. „Dennoch gilt meine volle Konzentration noch dem Saisonendspurt und dem Klassenerhalt mit St.Pauli, ehe ich an meine neue Aufgabe herangehe.”
1. April 2011 von redaktion
Karl-Heinz Rummenigge hat Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Arjen Robben beendet. Der Niederländer wird auch im Falle der verpassten Qualifikation zur Champions League beim Rekordmeister bleiben, verkündete der Vorstandsboss.
„Ich habe keine Lust auf die Europa League“, dieser Satz aus dem Mund von Bayern-Star Arjen Robben hatte zuletzt für reichlich Diskussionen unter den Fans des Rekordmeisters gesorgt. Die große Frage: verlässt Robben die Münchner, wenn die Qualifikation zur Champions League nicht gelingt? Eine Antwort blieb der 27-Jährige, der offiziell noch Vertrag bis 2013 hat, seinen Anhängern schuldig. Zwar betonte der Nationalspieler unter der Woche, er fühle sich sehr wohl bei Bayern und wolle gerne bleiben. Auf die Frage ob er sicher bleibe, antwortete er jedoch: „Nein, das will ich nicht sagen!“ Damit hatte Robben die Spekulationen um einen möglichen Wechsel genährt.
Zeit für den Vorstansboss des FC Bayern ein Machtwort zu sprechen. „Eines ist zu hundert Prozent sicher: Arjen Robben wird auch nächste Saison beim FC Bayern spielen – egal was passiert“, sagte Karl-Heinz Rummenigge der Bild-Zeitung. Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach nahm der 55-Jährige die Mannschaft in die Pflicht. „Wir alle wollen wieder in die Champions League, müssen jetzt alles tun, um das noch zu schaffen.”
Sollten die Bayern das Traditionsduell für sich entscheiden und Hannover 96 in Dortmund nicht gewinnen, kann der Rekordmeister auf Platz drei vorrücken. Und der berechtigt ja bekanntlich zur Qualifikation für die Königsklasse. Seinen Teil dazu beitragen soll auch Arjen Robben. Der Niederländer hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und steht gegen Gladbach in der Startelf. „Ich hatte eine gute Woche. Es sieht gut aus für Sonnabend“, so der 27-Jährige.
8. März 2011 von redaktion
Armin Veh wird den Hamburger SV im Sommer verlassen. Der Trainer sieht den Verein in einer „gefährlichen Situation“.
Der Hamburger SV kommt im Jahr 2011 einfach nicht zur Ruhe. Erst am vergangenen Wochenende hatte der Aufsichtsrat des Traditionsvereins beschlossen, die Verträge mit den Vorständen Bernd Hoffmann und Katja Kraus nicht zu verlängern. Am Dienstag zog nun der Trainer seine Konsequenzen aus dem Führungs-Chaos beim HSV. Armin Veh, erst seit acht Monaten im Amt, gab seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. „Aufgrund der aktuellen Situation ist es so, dass ich nächstes Jahr nicht mehr da bin“, erklärte Veh und fügte hinzu: „Mit der Entwicklung im Verein kann man aus meiner Sicht nicht arbeiten. Es geht hier teilweise nicht mehr um Fußball, was aber mein Job ist.“
Eigentlich wollte der scheidende Trainer noch mit dem neuen Sportdirektor Frank Arnesen über seine Zukunft beim HSV beraten, aber aufgrund der jüngsten Ereignisse, besteht aus Vehs Sicht nun kein Gesprächsbedarf mehr. Der 50-Jährige, der noch Anfang Dezember 2010 beteuerte, dass der HSV seine letzte Trainerstation in Deutschland sei, hat die Schnauze voll. „Zu der aktuellen Situation kann ich nur sagen, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Der erste Schritt, mit der Verpflichtung von Arnesen, war eine gute Entscheidung. Schade, dass es jetzt keine Einheit gibt und man vernünftig damit umgeht. Wir sind ein Unternehmen, das einiges umsetzt. Von daher kann man den Verein aus meiner Sicht nicht so regieren.“ Damit übt Veh Kritik am unglücklichen Verhalten des Aufsichtsrats, der zuletzt immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte.
„Es sind in diesem Klub viele Dinge passiert, die ich nicht nachvollziehen kann. Eigentlich ist das hier ein geiler Klub. Es ist traurig, dass man sich selbst im Weg steht und nicht zu einer Einheit wird. Sonst wäre hier einiges möglich. Ich weiß nicht, was passieren muss, damit jeder einmal aufwacht. Im Prinzip ist der Verein aus meiner Sicht führungslos. Man kann nicht sagen, jeder sitzt in seinem Büro und alles läuft so weiter. In dieser Konstellation ist der Verein schwer handlungsfähig. Ich sehe ein riesiges Vakuum“, sagte ein sichtlich enttäuschter Armin Veh. Seinen Vertrag bis zum Saisonende will der Trainer trotz allem erfüllen. Danach ist für ihn das Kapitel Hamburg abgeschlossen.
7. März 2011 von redaktion
Der FC Bayern München und Trainer Louis van Gaal gehen ab Sommer getrennte Wege. Die Suche nach einem Nachfolger für den Holländer läuft.
Viel wurde in den letzten zwei Tagen nach der Niederlage des FC Bayern in Hannover über das Ende von Louis van Gaal beim Rekordmeister spekuliert. Nun ist es beschlossene Sache. Der Cheftrainer muss seinen Hut nehmen. Allerdings nicht wie viele Experten erwartet hatten sofort, sondern erst zum Saisonende. So lautet das Ergebnis des heutigen Gesprächs zwischen dem Vorstand, Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner, Sportdirektor Christian Nerlinger und Louis van Gaal selbst. „Der ursprünglich bis zum 30.6.2012 laufende Vertrag zwischen dem FC Bayern München und Louis van Gaal wird in beiderseitigem Einvernehmen zum Ende dieser Saison aufgelöst. Grund für die Auflösung des Vertrages ist die unterschiedliche Auffassung über die strategische Ausrichtung des Klubs“, heißt es in einer Presseerklärung auf der Homepage des FC Bayern München. Mangels Alternativen wird der eigenwillige Holländer bis dahin Cheftrainer bleiben. Trotz dreier Niederlagen in Folge – einer Bilanz die es zuletzt im Jahr 2000 unter Trainer Ottmar Hitzfeld gegeben hatte – soll van Gaal das Minimalziel „Champions League Qualifikation“ möglich machen. Danach kann er gehen.
Hinter den Kulissen läuft bei den Bayern nun die Suche nach einem Nachfolger für den 59-Jährigen an. In den Medien werden schon jetzt zahlreiche Namen gehandelt. Da wären unter anderem der aktuelle DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der ehemalige HSV-Coach Martin Jol und der türkische Nationaltrainer Guus Hiddink, um nur ein paar Wenige zu nennen. Auch die beiden letztmaligen Notnägel Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes werden immer wieder ins Gespräch gebracht. Zumindest Heynckes hat seinen auslaufenden Vertrag bei Bayer Leverkusen noch nicht verlängert. Einen klaren Favoriten gibt es aber trotzdem (noch) nicht. Fest steht wohl nur, dass Uli Hoeneß und Co. nicht noch einmal einen „beratungsresistenten“ Cheftrainer von der Sorte „van Gaal“ engagieren werden. Der hatte sich zuletzt dank reichlich fragwürdiger Personalentscheidungen selber das Leben schwer gemacht. Sieben Punkte Rückstand haben die Münchner bereits auf Platz zwei, der zur direkten Qualifikation für die Champions League berechtigt. Am Samstag muss gegen den Hamburger SV vor heimischem Publikum deshalb unbedingt ein Sieg her. Ansonsten ist es wohl nicht unwahrscheinlich, dass van Gaal nicht mal mehr bis zum Saisonende durchhält.
3. März 2011 von redaktion
Der Rekordmeister unterliegt im DFB-Pokal Halbfinale Schalke 04 mit 0:1 und steht nun vor einer Saison ohne Titel.
Es sind die Wochen der Wahrheit für den FC Bayern München. Doch eben diese Wahrheit hatte man sich beim Rekordmeister nach dem 1:0 Erfolg bei Inter Mailand gänzlich anders vorgestellt. Mit einem Sieg im Hinspiel des Champions League Achtelfinals waren die Münchner in diese entscheidende Phase der Saison gestartet. Doch nur eine Woche und zwei Heimniederlagen später steht der FC Bayern vor einem Scherbenhaufen. Sowohl der DFB-Pokal als auch die deutsche Meisterschaft kann die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal nach den Misserfolgen gegen Dortmund und Schalke abhaken. „Wir sind sehr enttäuscht. Keine Meisterschaft und kein Pokalsieg bedeutet eine schlechte Saison“, so Bayern Kapitän Philipp Lahm.
In der Bundesliga rangiert der Rekordmeister im Moment auf Platz 4. Beim Drittplatzierten aus Hannover müssen die Bayern am Wochenende unbedingt gewinnen. Ansonsten rückt auch das vom Vorstand ausgegebene Minimalziel „Champions League Qualifikation“ in weite Ferne. „Wir haben nur noch Finalspiele bis zum Ende der Saison, nun Hannover, das Heimspiel gegen Hamburg und dann Inter Mailand“, stellt Karl-Heinz Rummenigge klar. Der Vorstandsvorsitzende gibt die Marschrichtung für die nächsten Wochen vor: „Das werden allesamt schwere Spiele, und wir tun gut daran, jetzt von Spiel zu Spiel zu denken.“ Also erst einmal volle Konzentration auf Hannover. Sollte es aber auch hier nichts werden mit einem Dreier, dann muss sich Trainer Louis van Gaal wohl ernsthaft Sorgen um seinen Job machen. Der eigenwillige Niederländer hat zuletzt viel Kredit verspielt bei den Bayern-Bossen. Und wenn die Qualifikation zur Champions League ernsthaft in Gefahr gerät, hört der Spaß bei Uli Hoeneß und Co. definitiv auf. Das musste im April 2009 auch Jürgen Klinsmann spüren, der damals kurz vor Saisonende von Jupp Heynckes ersetzt wurde. Momentan hält der Vorstand allerdings noch die Füße still und vertraut auf van Gaal. „Das ist unser erklärtes Ziel, dass wir keine Unruhe machen werden und eben ruhig bleiben“, so Karl-Heinz Rummenigge. Mal sehen, wie lange dieser Zustand tatsächlich andauern wird.