Alle Artikel in der Kategorie ‘Champions League’
13. September 2011 von redaktion
Michael Ballack kehrt mit Bayer Leverkusen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor dem Champions League Spiel beim FC Chelsea bricht der 34-Jährige sein öffentliches Schweigen.
Es liegen schwere Zeiten hinter Michael Ballack. Erst Verletzungspech, dann der unrühmliche Abschied von der Nationalmannschaft und in Leverkusen trotz zurückerlangter Fitness auch in der neuen Saison zumeist nur auf der Bank. Im Boulevard machte Ballack zuletzt sogar Schlagzeilen wegen angeblicher Eheprobleme. Doch jetzt scheint der 98-fache Nationalspieler all diese Dinge hinter sich gelassen zu haben. Vor dem Champions League Gruppenspiel beim FC Chelsea präsentierte sich Ballack bester Laune. „Dieses Spiel ist für mich persönlich etwas Besonderes. Hier gespielt zu haben und dann gleich Chelsea zugelost zu bekommen, hätte nicht besser kommen können“, sagte der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei seiner Ankunft in London.
Vier Jahre lang war Michael Ballack von 2006 bis 2010 an der Stamford Bridge zuhause. Im Vorlauf der Partie am Dienstag soll der ehemalige Nationalspieler von den Chelsea-Verantwortlichen für diese Zeit geehrt und offiziell verabschiedet werden. „Sollte es dazu kommen, wäre es eine tolle Geste und ein emotionaler Moment. Chelsea wird immer ein großer Teil meiner Karriere sein“, so Ballack, der an seiner alten Wirkungsstätte aller Voraussicht nach in der Startelf stehen wird. „Michael ist in toller Form, er ist unser erfahrenster Spieler. Auf seine Erfahrung greift man gerne zurück“, so Bayer-Trainer Robin Dutt, der seinen Mittelfeldstar zuletzt auch in Augsburg von Beginn an ran ließ.
Lediglich fünf Spieler aus dem Kader des Vizemeisters haben überhaupt schon einmal Champions League Luft geschnuppert. Michael Ballack dagegen stand bereits zweimal im Finale der Königsklasse, absolvierte insgesamt 87 Partien und schoss dabei 15 Tore. „Wir haben eine unerfahrene Mannschaft. Im letzten Jahr haben wir Europa League gespielt, Champions League ist aber ein anderes Niveau. Es ist auch meine Aufgabe, die jungen Spieler an diese Aufgabe heranzuführen“, freute sich ein sichtlich gelöster Ballack auf seine Rückkehr an die Stamford Bridge.
24. August 2011 von redaktion
Der deutsche Rekordmeister gewinnt das Play-off-Rückspiel beim FC Zürich mit 1:0 und steht in der Gruppenphase der UEFA Champions League. Torschütze Mario Gomez muss zur Halbzeit raus.
Der FC Bayern München darf weiter vom Finale im eigenen Stadion träumen. Dank des Treffers von Mario Gomez in der 7. Minute war die Partie gegen den FC Zürich frühzeitig entschieden. Ausgerechnet der Torschütze musste zur Halbzeit mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Schon kurz darauf konnte Gomez allerdings Entwarnung geben. „Es ist wohl irgendwas eingeklemmt. Ein Nerv, oder so. Ich glaube, bis Samstag geht’s schon wieder.“
Davon geht auch Trainer Jupp Heynckes aus, der seinen Torjäger in der Pause durch Nils Petersen ersetzte. Der Neuzugang aus Cottbus ist nach der erneuten Verletzung von Ivica Olic (6-8 Wochen Pause) neben Gomez der einzige nominelle Stürmer im Kader der Münchner. Deshalb denkt man beim Rekordmeister nun über eine weitere Verpflichtung nach. „Es gibt jetzt eine Situation, die ich nicht haben wollte. Wir müssen überlegen, ob wir noch was machen. Ein neuer Spieler muss nicht nur fußballerisch klasse sein, sondern er muss zu uns passen und die deutsche Sprache sprechen“, so Jupp Heynckes nach der Partie in Zürich. Konkrete Kandidaten gibt es jedenfalls noch nicht.
Am Samstag gegen Kaiserslautern soll neben Gomez dann auch Arjen Robben wieder mit von der Partie sein. Der Niederländer wurde gegen Zürich wegen anhaltender Rückenprobleme und einer Schambeinentzündung geschont.
6. April 2011 von redaktion
Der FC Schalke 04 gewinnt das Hinspiel im Viertelfinale der UEFA Champions League bei Titelverteidiger Inter Mailand mit 5:2. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick steht mit einem Bein im Halbfinale.
„Unvergleichlich, was ich hier erlebt habe. An so ein Spiel kann ich mich nicht erinnern.“ Diese Worte stammen aus dem Mund eines dreimaligen Gewinners der Champions League. Einer der seit gestern sage und schreibe 141 Spiele in der höchsten europäischen Spielklasse auf dem Buckel hat. Einer von dem man dachte er hätte im Profi-Fußball schon alles erlebt. Rául, 33-jähriger Superstar in Reihen des FC Schalke 04, konnte sein Glück nach dem Kantersieg gegen Inter Mailand kaum fassen. Und damit stand er nicht alleine da. „Keiner hätte damit gerechnet, dass wir so ein Spiel beim Titelverteidiger abliefern“, sagte Kapitän Manuel Neuer kopfschüttelnd. „Ich selbst kann es immer noch nicht begreifen. Wir haben so offensiv gespielt, wie selten zuvor.“
In der Tat brannte die junge Schalker Mannschaft in der Offensive ein regelrechtes Feuerwerk ab. Besonders der bullige Stoßstürmer Edu stellte die Inter-Defensive immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Zwei Tore konnte der Brasilianer, den vorher nicht einmal Franz Beckenbauer auf dem Zettel gehabt hatte, zum Sensationserfolg der Königsblauen beisteuern. Flankiert wurde er von den nimmer müden Dauerläufern Jefferson Farfan und Alexander Baumjohann. In seinem zweiten Spiel als Schalke-Trainer hatte Ralf Rangnick mit seiner offensiven Ausrichtung alles richtig gemacht.
„Wir hatten sie ja im Derby gegen Milan beobachtet. Da haben wir gesehen, wer sich gegen Inter hinten rein stellt, der muss sehr gut kontern können. Deswegen haben wir bewusst offensiv gespielt. Wir wollten die Lücken in der Mailänder Hintermannschaft finden.“ Und das gelang ihnen zur Freude des Trainers nicht nur einmal, sondern ganze fünfmal.
Um doch noch weiterzukommen müsste Titelverteidiger Inter Mailand im Rückspiel in Gelsenkirchen schon mit 4:0 gewinnen. Ein Szenario, an das allerdings niemand wirklich glaubt. „Ich lege mich fest, dass Schalke das schafft. Das ist unmöglich für Inter. Aber klar, dass die Schalker jetzt noch nicht durchdrehen. Die Kleinen feiern den Augenblick, die Großen den Erfolg“, äußerte sich Sky-Experte und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nach der Partie. Das Erreichen des Halbfinals wäre für die Königsblauen schon ein historischer Erfolg. Doch „Fußball-Kaiser“ Franz Beckenbauer traut Rául und Co noch einiges mehr zu. „Wenn Schalke so spielt, wie bei Inter, ist in der Champions League alles machbar.“ Große Worte, die man auf Schalke sicherlich gerne hört. Die nächste Königsblaue Nacht kann kommen.
21. Oktober 2010 von redaktion
Ganz Schalke feiert einen Mann, dessen Name nicht nur königlich klingt, sondern vor allem für Erfolg steht. Raúl González Blanco, kurz Raúl, sorgte mit seinem Doppelpack beim 3:1 gegen Hapoel Tel Aviv für den zweiten Sieg der Magath-Elf in der Champions League. Dabei gelangen dem 33-jährigen historische Treffer. Durch seine Europapokal-Tore Nummer 69 und 70 übernahm der Spanier die alleinige Führung in der ewigen Torjägerliste. Raúl, die lebende Legende, hat es an diesem Abend allen seinen Kritikern gezeigt und scheint nun endgültig auf Schalke angekommen zu sein. „Für ihn war es eine Erlösung. Er stand auch in der Kritik. Man hat gesehen, wie stark er vor dem Tor ist“, so Trainer Felix Magath über den dreimaligen Champions League Gewinner.
Der Coach weiß nur zu gut, was er an seinem Stürmer hat. Raúl arbeitet in jedem Spiel für die Mannschaft, geht weite Wege und holt sich die Bälle teilweise in der eigenen Hälfte ab. Obwohl er einer der erfolgreichsten aktiven Fußballer ist, drängt er sich niemals in den Vordergrund. Nach seinem zweiten Tor drehte der Spanier zunächst jubelnd ab in die Fankurve, machte dann allerdings kehrt, um gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden zu feiern. Ein echter Teamplayer eben. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Raúl nach dem Spiel im SAT1 Studio auf die Fragen von Johannes B. Kerner eher schüchtern antwortete. Zweimal versuchte der Moderator dem Weltstar ein paar Worte zu seiner eigenen Leistung und dem Torrekord zu entlocken. Doch der stellte mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht jedes Mal wieder den Auftritt der gesamten Mannschaft in den Vordergrund und fand weniger Lob für sich selbst, denn für seine Kollegen.
Der sympathische Spanier ist nicht etwa nach Gelsenkirchen gekommen, um noch einmal ordentlich abzukassieren. Nein, Raúl ist gekommen, um Fußball zu spielen und dem neu formierten Team mit seiner riesigen Erfahrung zu helfen. “Die Entwicklung in der Mannschaft ist da”, so der 33-jährige nach dem Spiel gegen Tel Aviv. “Der Sieg war der Lohn für die harte Arbeit in den vergangenen Wochen.” Raúl González Blanco, der größte Transfer der Vereinsgeschichte, scheint endgültig auf Schalke angekommen zu sein. Nun muss er auch in der Bundesliga beweisen, dass er es immer noch drauf hat.
30. September 2010 von redaktion
Die Bayern gewinnen in Basel dank eines Doppelpacks von Bastian Schweinsteiger. Schalke 04 landet gegen Lissabon den ersten Dreier in der Champions League und bekommt dabei, man glaubt es kaum, nicht einmal ein Gegentor. Nur Werder Bremen wollte oder besser gesagt konnte am zweiten Europapokal Spieltag die deutsche Fahne nicht so richtig hochhalten. Beim blamablen 0:4 in Mailand erkannte nicht nur Manager Klaus Allofs „einen Klassenunterschied“ zwischen den Norddeutschen und dem Titelverteidiger aus Italien. Inter war den Bremern in allen Belangen überlegen, Superstar Samuel Eto`o zerlegte die so genannte Werder-Abwehr im Alleingang in ihre Einzelteile. Der Kameruner konnte Nationaltorhüter Tim Wiese, der in dieser noch jungen Saison schon 24-mal hinter sich greifen musste, gleich dreimal mit Leichtigkeit überwinden. Nun muss man natürlich sagen, dass es durchaus keine Schande ist, beim Triple-Sieger Inter Mailand zu verlieren. Außerdem fehlten Trainer Thomas Schaaf Schlüsselspieler wie Torsten Frings und Claudio Pizzaro. Aber wie leicht sich Werder seinem Schicksal ergab und wie wenig Gegenwehr die Grün Weißen leisteten, das war einfach nur erschreckend und blamabel.
Ganz anders dagegen die Königsblauen. General Felix Magath, der auch nicht davor zurück schreckt in der Halbzeitpause Geldstrafen zu verteilen, scheint bei seinen Schalkern endlich die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn der deutsche Vizemeister machte vor allem in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel, ließ hinten nur wenig zu – was für Schalkes Abwehr ein ganz neues Gefühl gewesen sein muss – und wusste im Angriff mit gefälligen Kombinationen zu überzeugen. Das königliche Sturmduo Raúl/Huntelaar kommt immer besser in Fahrt. Ein Sieg im nächsten Bundesligaspiel beim 1. FC Nürnberg und auf Schalke kehrt zumindest vorerst wieder Ruhe ein.
In München würde man sich wohl auch gerne mal wieder über ein Stürmertor freuen. Sowohl Miroslav Klose als auch Mario Gomez und Ivica Olic stehen in der Bundesliga noch ohne Treffer da. In der Champions League war lediglich Klose einmal erfolgreich. In der Spitze läuft es beim deutschen Rekordmeister alles andere als Rund. Das weiß auch Trainer Louis van Gaal, der gerade seinen Vertrag bis 2012 verlängert hat. Die Ausfälle von Arjen Robben und Franck Ribéry sind den Bayern anzumerken, die Leichtigkeit der vergangenen Saison ist verloren gegangen. WM-Held Thomas Müller, mit drei Saisontoren bester Bayern-Schütze, muss auf den Flügel ausweichen und Supertalent Toni Kroos seine Rolle in van Gaals System erst noch finden. Dennoch, in der Champions League führt der deutsche Meister nach zwei Siegen souverän die Tabelle an. Nun muss in der Bundesliga gegen Dortmund unbedingt ein weiterer folgen, um nicht gänzlich den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Mal sehen, ob Bastian Schweinsteiger im Spitzenspiel gegen die Klopp-Truppe wieder zur Stelle ist, um die Bayern zu retten.
29. September 2010 von redaktion
Der SV Werder Bremen muss am Mittwoch (29.09.10) im zweiten Vorrundenspiel der Champions League bei Titelverteidiger Inter Mailand ran. Die Bremer plagen arge Verletzungssorgen, doch wollen sie gegen die Italiener auf Sieg spielen.
Fritz, Pizarro und Naldo. Die Verletztenliste bei Werder Bremen wächst. Nun fällt auch noch Thorsten Frings für das wichtige Spiel gegen Inter Mailand aus. Sonntagnacht musste er sich einer Not-Op unterziehen, bei der ein hartnäckiger Bluterguss aus seiner Hüfte entfernt wurde. In Mailand steht er daher auch nicht zur Verfügung. Die anderen müssen es also richten. Für Fritz verteidigt der Brasilianer Wesley und an Stelle von Pizarro soll Arnautovic für Tore sorgen. Das ist qualitativ hochwertiger Ersatz. Besonders Arnautovic hat seine Qualitäten schon unter Beweis stellen können. Er ist in der Lage ein Spiel selbst zu entscheiden und verfügt über das nötige Selbstverständnis im Torabschluss.
Sportdirektor Klaus Allofs nimmt seine Mannschaft schon vor dem Spiel in die Pflicht und behauptet, Werder werde auf Sieg spielen. Gegen die cleveren Mailänder muss jedoch alles passen wenn die Nordlichter etwas zählbares aus der Modemetropole mitnehmen wollen. Inter ist immerhin der Titelverteidiger in der Königsklasse. Unvergessen, wie sie den FC Bayern München im letzten Jahr im Finale zur Verzweiflung trieben. Die Münchner hatten damals keine Chance und wurden von ausgebufften Mailändern abgekocht. Nicht, dass die Italiener damals spielerisch brillierten. Sie trieben damals ihre defensive Grundausrichtung, aus der sie tödliche Konter zu setzen wissen, auf die Spitze.
Die Mailänder sind in der Tat ein unangenehmer Gegner. Dennoch ist Werder Bremen nicht chancenlos und könnte für eine Überraschung sorgen. Entscheidend ist dabei sicherlich, wie sich die Neuen ins Spiel der Hanseaten integrieren. Es heißt die Ausfälle im Kollektiv aufzufangen, dann ist alles möglich.
Sandhu Wurzer
29. September 2010 von redaktion
Der FC Bayern gewinnt auch das zweite Champions-League-Spiel in dieser Saison. Mit 2:1 besiegen die Münchner den FC Basel und entführen dank Bastian Schweinsteiger 3 Punkte aus der Schweiz.
Erleichtert und müde schlichen die Bayernspieler nach großem Kampf vom Platz. Gerade haben sie den zweiten Sieg in der Königsklasse eingefahren, doch zum feiern war niemandem so echt zumute.Das Spiel ging vielversprechend los und die Bayern hatte eine Reihe guter Chancen. Doch dann verschuldete Daniel van Buyten, der schon gegen Mainz patzte, das 0:1. Erst spielte er einen krassen Fehlpass und verlor dann Alexander Frei aus den Augen. Dieser zierkelte den Ball nach Hackentrick von Streller gekonnt ins lange Eck. Wackelkandidat van Buyten muss zügig seine alte Form wieder finden, zumal Demichelis und Timoschtschuk nicht auf der Bank versauern wollen und auch Breno wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.
Eine weitere Schwachstelle im derzeitigen Bayernspiel ist die Sturmfraktion. Gegen Basel bestritten die Münchner ihr achtes Pflichtspiel (ohne DFB-Pokal) in dieser Saison und erzielten dabei bislang nur magere neun Tore. Das ist für einen FC Bayern unwürdig. Die Stürmer treffen nicht mehr. Zum Glück hat sich Bastian Schweinsteiger gegen Basel ein Herz gefasst und mit zwei Treffern den glücklichen Erfolg perfekt gemacht. Einen Elfmeter verwandelte er eiskalt und kurz vor Schluss gelang ihm durch eine spektakuläre Volleyabnahme einer Badstuber-Flanke das goldene Tor.
Bayern war in den letzten Jahren so stark, weil die Mannschaft geschlossen war und als Kollektiv gut funktionierte. Derweil tun sich noch zu viele Baustellen auf. Sei es die wackeliege Abwehr oder der glücklose Sturm. Diese muss Trainer Louis van Gaal schleunigst beheben um auch in dieser Saison wieder Titel nach Mücnchen zu holen.
Sandhu Wurzer
24. August 2010 von redaktion
Werder Bremen erkämpft sich ein 2:3 bei Sampdoria Genua und zieht damit in die Gruppenphase der Champions League ein. Die Hanseaten dürfen sich über eine Einzugsprämie von 15 Millionen Euro freuen. Genua bleibt nur der Trostpreis Europaliga.
Kurz vor dem Rückspiel hagelte es im Bremer Quartier Hiobsbotschaften. Neben dem verletzten Naldo fielen auch noch Aaron Hunt und Hugo Almeida aus. Dennoch reisten die Bremer ob des 3:1 Hinspiels mit breiter Brust nach Genua. Doch was sie dort erwarteten sollte werden die Spieler von Thoma Schaaf wohl nicht so schnell vergessen.
Sampdoria Genua legte los wie die Feuerwehr und überrannte die Bremer, die zunächst völlig von der Rolle waren. Kein Mumm, kein Selbstvertrauen, keine Spielkultur. Das, was Bremen in den ersten 45 Minuten ablieferte, war gar nichts. Die 4:1 Niederlage vom Bundesligastart gegen Hoffenheim schien noch in den Köpfen der Spieler herum zu spuken. So ängstlich und zurückhaltend agierten sie. Dabei wollte man doch mutig nach vorne spielen, sich Torchancen herausspielen, den Gegner zu Fehlern zwingen. Dies taten jedoch nur die Spieler von Sampdoria.
Auch der zweite Durchgang war von Bremen nicht viel besser. Genua dominierte weiterhin die Partie und so stand es folgerichtig nach 90 Minuten 3:0. Bremen war raus, aus und vorbei der Traum von der Champions League. Doch dann setzte Markus Rosenberg noch einmal zu einem Sprint an und drosch den Ball wütend ins lange Eck. Das war die Erlösung für Bremen. 90 Minuten hatten sie kaum etwas zu Stande gebracht, doch nun hatten sie sich mit einem blauen Auge in die Verlängerung gerettet.
Mit dem psychologischen Vorteil im Rücken war Bremen in der Verlängerung plötzlich das dominierende Team und drängte auf die Entscheidung. Für die sorgte Claudio Pizarro nach super Vorarbeit von Marko Marin in der 100. Minute mit einem energischen Flachschuss.
Bremen zieht also noch einmal den Kopf aus der Schlinge. Beinahe hätten sie die Teilnahme an der Champions League noch verspielt. Nun dürfen sie aber wieder im Konzert der Großen mitspielen. Es ist aber eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten, wenn die Bremer nicht zu Kanonenfutter in der Königsklasse werden wollen. Besonders für die Abwehr wird noch eine Verstärkung gesucht bevor der Transfermarkt seine Tore endgültig schließt. Gelingt es den Bremern, die Lücken im Abwehrverbund zu schließen, dürfen sich die Werderfans wieder auf magische Europanächte im heimischen Weserstadion freuen.
Sandhu Wurzer
18. August 2010 von redaktion
Werder Bremen schlägt Sampdoria Genua im 1. Champions-League-Qualifikationsspiel mit 3:1. Damit haben sich die Hanseaten eine herausragende Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen.
Es geht auch ohne Mesut Özil. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel gegen die Italiener aus Genua. Bremen hatte in den letzten Jahren immer einen herausragenden Spielmacher. Es gab ein Leben nach Micoud, es gab ein Leben nach Diego und nun scheint es auch ohne Özil erfolgreich an der Weser weiter zu gehen. Die Bremer sind in der Lage Jahr für Jahr Leistungsträger zu ersetzten, weil sie es müssen.
Die erste Halbzeit brauchte Bremen um gegen einen clever agierenden Gegner warm zu laufen. Doch nur um dann in der zweiten Halbzeit ein Feuerwerk abzubrennen. Beeindruckend wie gut die Bremer ohne ihren kreativen Mittelfeldregisseur zurechtkamen. Die Last des Abgangs von Mesut Özil wurde auf viele Schultern verteilt und von der Mannschaft als Kollektiv aufgefangen.
Nach einem Traumtor von Clemens Fritz (51. Minute) war der Bann gebrochen und Werder kombinierte nach Belieben. Es folgte ein Strafstoßtor von Thorsten Frings (67. Minute) und Claudio Pizarro vollstreckte nach einer Tempokombination (69. Minute) zum 3:0. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang den Italienern doch noch der 1:3 Anschlusstreffer durch Giampaolo Pazzini (90. Minute). Ein überflüssiges Gegentor und ein Schönheitsfleck auf eine klasse Leistung der Bremer.
Die Bremer erwartet im Rückspiel ein Hexenkessel in Genua. Doch in dieser Verfassung ist es kaum denkbar, dass die Nordlichter sich den Einzug in die Königsklasse noch nehmen lassen. Bremen ist gewappnet sich nach einem Jahr Champions-League-Abstinenz wieder mit den Großen des europäischen Fußballs zu messen.
Sandhu Wurzer
18. August 2010 von redaktion
Werder Bremen will mit aller Macht in die Champions-League einziehen und trifft in der Qualifikation auf Sampdoria Genua. Am Mittwoch (18.08.10) heißt es für die Bremer im heimischen Weserstadion den Grundstein für den Einzug in die Gruppenphase zu legen.
Zwei Spiele trennen den SV Werder Bremen noch von der Champions-League. Nach einjähriger Abstinenz wollen die Hanseaten wieder unbedingt in der Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs mitmischen. Vor ihnen baut sich jedoch ein echter Prüfstein auf. Sampdoria Genua wird sicherlich kein Selbstgänger. Nicht umsonst erspielten sich die Italiener aus der Hafenstadt in der vergangenen Spielzeit den vierten Tabellenplatz. Das ist eine richtig gute Truppe, die immer für eine Überraschung gut ist.
Die Bremer müssen zudem eine empfindliche Schwächung ihres Teams verkraften. Das Herzstück des Bremer Kombinationsfußballs, Mesut Özil, wechselt mit sofortiger Wirkung zum spanischen Top-Club Real Madrid und steht für die Partie gegen Sampdoria schon nicht mehr im Bremer Aufgebot. Doch wer soll diese Lücke schließen? Der Abgang des Supertechnikers könnte die große Chance für Marko Marin werden endlich zu beweisen, dass er mehr ist als nur eine Teilzeitkraft. Die Voraussetzungen dafür bringt er mit, dass hat er auch bei Bremen immer wieder angedeutet. Dennoch stand er stets im Schatten des alles überragenden Özil. Es bleibt also spannend zu beobachten ob sich Marin nun freispielen kann und eine tragende Rolle im Bremer Mittelfeld einnimmt.
Ein Weiterkommen gegen Sampdoria Genua wäre nicht nur für Bremen wichtig, sondern ist außerdem von großer Bedeutung im Rennen um den vierten Champions-League-Platz. Den will sich der deutsche Fußball natürlich dauerhaft sichern. Daher fiebern beim Kampf um die Königsklasse nicht nur die Nordlichter mit den Bremern mit, sondern ganz Fußballdeutschland.
Sandhu Wurzer