Alle Artikel in der Kategorie ‘Vereinsnews’

Fix: Marco Reus geht zum BVB

4. Januar 2012 von redaktion

Der 22-jährige Nationalspieler wird Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Beim Deutschen Meister erhält Reus einen Vertrag bis 2017.

Nun also doch. Supertalent Marco Reus verabschiedet sich nach drei Jahren aus Gladbach und kehrt nach der Saison zurück zu Borussia Dortmund. Der BVB hat den Poker um eines der begehrtesten deutschen Talente für sich entschieden und sich dabei gegen namhafte Konkurrenz wie Real Madrid, Arsenal London und Bayern München durchgesetzt. Dafür mussten die Schwarz-Gelben allerdings auch tief in die Tasche greifen. Im Sommer überweist der Deutsche Meister die festgeschriebene Ablösesumme von 17,5 Millionen Euro an Gladbach. „Der Transfer ist aus unseren Rücklagen der letzten Jahre solide finanziert. Marco Reus ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht und dazu ein echter Dortmunder Junge“, erklärt Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung, den Transferhammer.

Beim Trainingsauftakt am Dienstag informierte Reus die Gladbach-Bosse über seine Entscheidung, die der 22-Jährige im Weihnachtsurlaub in Dubai getroffen hatte. „Mir ist es ganz wichtig, klarzustellen, dass dies keine Entscheidung gegen Gladbach ist. Ich hatte hier bis jetzt eine wunderbare Zeit. Borussia hat mir die Chance gegeben, mich in der Bundesliga zu zeigen und mich zu dem Spieler zu entwickeln, der ich jetzt bin. Nach wie vor fühle ich mich in der Mannschaft, in der ich viele gute Freunde habe, und in der Stadt sehr wohl und es wird mir weh tun, dieses für mich wichtige gute Umfeld zu verlassen. Aber ich habe mich entschieden, dass ich in der kommenden Saison den nächsten Schritt machen und bei einem Verein spielen möchte, der um die Meisterschaft mitspielt und mir die Garantie gibt, in der Champions League zu spielen. Diese Chance sehe ich in Dortmund.“

Eben in Dortmund ist Reus, der in der Hinrunde in 15 Ligaspielen zehn Tore erzielen konnte, groß geworden. Seine Freundin und die Eltern wohnen immer noch dort. Im Sommer kehrt nun auch der 22-jährige Flügelflitzer in seine Heimat zurück. „Wir freuen uns, dass sich Marco trotz hochkarätiger Konkurrenz für den BVB entschieden hat“, so BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der den Deal eingetütet hat. „Mit Marco Reus verpflichten wir unseren absoluten Wunschspieler für die Offensive.“

In Gladbach ist die Freude über den Verlust des Supertalents verständlicherweise nicht ganz so groß. Sportdirektor Max Eberl hatte bis zuletzt alles versucht, um Reus zu einem Verbleib in Mönchengladbach zu bewegen. „Wir wären bis ans Äußerste gegangen, um Marco zu halten, haben ihm ein neues Vertragsangebot bis 2016 vorgelegt.“ Doch der Nationalspieler entschied sich anders. „Ich weiß diese Bemühung um mich wirklich sehr zu schätzen, aber letztendlich denke ich, dass es für meine Entwicklung der richtige Schritt ist, nach drei Jahren in Mönchengladbach nun zu Borussia Dortmund zu wechseln.”


Frank Arnesen wird HSV-Trainer

10. Oktober 2011 von redaktion

Nach der erfolglosen Trainersuche übernimmt der Sportchef bis auf weiteres das Amt des Chef-Trainers beim Bundesligadino. Der Däne leitet ab sofort das Training und wird am Sonntag in Freiburg auf der Bank sitzen.

Drei Wochen lang ist Frank Arnesen nach der Entlassung von Michael Oenning auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter für den Hamburger SV gewesen. Weil eben diese Suche bisher erfolglos verlief und Interimstrainer Rodolfo Cardoso mangels nötiger Lizenz nicht weiter machen darf, wird der Däne nun selbst die Verantwortung übernehmen. „Ich bin alle möglichen Alternativen durchgegangen und zu der Erkenntnis gekommen, dass der richtige Trainer für den HSV zurzeit noch nicht verfügbar ist. Ich muss auch das Gefühl haben, dass es passt, dass er unsere Mannschaft besser machen kann und dass ich mit ihm zusammen arbeiten kann. Ich will den Trainer haben, der das Beste für den HSV ist und nicht die zweite oder dritte Möglichkeit nehmen, nur damit wir eine Lösung präsentieren“, erklärte der 55-Jährige, der die Trainerlizenz 1991 während seiner Zeit beim PSV Eindhoven erwarb.

„Ich habe mir das überlegt. Es ist ein Risiko für mich, aber das muss ich für den HSV eingehen. Ich bleibe so lange, bis der neue Trainer verpflichtet ist. Ich werde so oft wie möglich auf dem Platz stehen.“

Seine erste Trainingseinheit leitet der neue Teamchef bereits am Montagnachmittag. Als Co-Trainer unterstützen Rodolfo Cardoso und Frank Heinemann den Dänen. „Ich will nicht viel ändern. Wir haben gerade unsere zwei besten Saisonspiele gezeigt. Wir sind auf dem richtigen Weg”, sagte Arnesen, der als Teamchef vor allem auf die Unterstützung seiner Assistenten zählt. „Ich habe sehr viel Vertrauen in unseren Stab. Wir werden alle Ressourcen gebrauchen“, so der Däne, der künftig auch den technischen Direktor Lee Congerton enger ins Trainerteam einbinden möchte.


Schock für Schalke 04: Rangnick tritt zurück

22. September 2011 von redaktion

Ralf Rangnick ist aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Trainer des FC Schalke 04 zurückgetreten. Der 53-Jährige sei aufgrund eines Erschöpfungssyndroms momentan nicht in der Lage, die Kraft und Energie aufzubringen, um dem Team die notwendigen Impulse zur Weiterentwicklung zu geben, heißt es in einer Pressemitteilung.

“Nach langer und reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche. Die Entscheidung so zu treffen, ist mir unheimlich schwer gefallen. Doch mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen”, erklärt Ralf Rangnick seine Entscheidung auf der Homepage des Vereins. “Diesen Schritt gehe ich daher auch im Sinne meines Teams, denen ich für den weiteren Saisonverlauf den größtmöglichen Erfolg wünsche.”

Bereits am Morgen soll Rangnick die Mannschaft über seinen Rücktritt informiert haben. Erst im März hatte der ehemalige Hoffenheim-Coach als Nachfolger von Felix Magath das Amt bei den Königsblauen übernommen. Als Trainer hatte er Schalke 04 bis ins Halbfinale der Champions League geführt und mit den Knappen den DFB-Pokal gewonnen. Interimsweise wird nun der bisherige Co-Trainer Seppo Eichkorn die Mannschaft betreuen. “Die Entscheidung von Ralf Rangnick verdient höchste Achtung. Wir sind ebenso der Auffassung, dass die Gesundheit in jedem Fall Vorrang vor allen beruflichen Zielen und Herausforderungen haben sollte”, zeigte Manager Horst Heldt Verständnis für die Entscheidung. Einen Nachfolger für Rangnick gibt es noch nicht.


Wiedersehen in London

13. September 2011 von redaktion

Michael Ballack kehrt mit Bayer Leverkusen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor dem Champions League Spiel beim FC Chelsea bricht der 34-Jährige sein öffentliches Schweigen.

Es liegen schwere Zeiten hinter Michael Ballack. Erst Verletzungspech, dann der unrühmliche Abschied von der Nationalmannschaft und in Leverkusen trotz zurückerlangter Fitness auch in der neuen Saison zumeist nur auf der Bank. Im Boulevard machte Ballack zuletzt sogar Schlagzeilen wegen angeblicher Eheprobleme. Doch jetzt scheint der 98-fache Nationalspieler all diese Dinge hinter sich gelassen zu haben. Vor dem Champions League Gruppenspiel beim FC Chelsea präsentierte sich Ballack bester Laune. „Dieses Spiel ist für mich persönlich etwas Besonderes. Hier gespielt zu haben und dann gleich Chelsea zugelost zu bekommen, hätte nicht besser kommen können“, sagte der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bei seiner Ankunft in London.

Vier Jahre lang war Michael Ballack von 2006 bis 2010 an der Stamford Bridge zuhause. Im Vorlauf der Partie am Dienstag soll der ehemalige Nationalspieler von den Chelsea-Verantwortlichen für diese Zeit geehrt und offiziell verabschiedet werden. „Sollte es dazu kommen, wäre es eine tolle Geste und ein emotionaler Moment. Chelsea wird immer ein großer Teil meiner Karriere sein“, so Ballack, der an seiner alten Wirkungsstätte aller Voraussicht nach in der Startelf stehen wird. „Michael ist in toller Form, er ist unser erfahrenster Spieler. Auf seine Erfahrung greift man gerne zurück“, so Bayer-Trainer Robin Dutt, der seinen Mittelfeldstar zuletzt auch in Augsburg von Beginn an ran ließ.

Lediglich fünf Spieler aus dem Kader des Vizemeisters haben überhaupt schon einmal Champions League Luft geschnuppert. Michael Ballack dagegen stand bereits zweimal im Finale der Königsklasse, absolvierte insgesamt 87 Partien und schoss dabei 15 Tore. „Wir haben eine unerfahrene Mannschaft. Im letzten Jahr haben wir Europa League gespielt, Champions League ist aber ein anderes Niveau. Es ist auch meine Aufgabe, die jungen Spieler an diese Aufgabe heranzuführen“, freute sich ein sichtlich gelöster Ballack auf seine Rückkehr an die Stamford Bridge.


Bayern erfüllt Pflicht – Entwarnung bei Gomez

24. August 2011 von redaktion

Der deutsche Rekordmeister gewinnt das Play-off-Rückspiel beim FC Zürich mit 1:0 und steht in der Gruppenphase der UEFA Champions League. Torschütze Mario Gomez muss zur Halbzeit raus.

Der FC Bayern München darf weiter vom Finale im eigenen Stadion träumen. Dank des Treffers von Mario Gomez in der 7. Minute war die Partie gegen den FC Zürich frühzeitig entschieden. Ausgerechnet der Torschütze musste zur Halbzeit mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Schon kurz darauf konnte Gomez allerdings Entwarnung geben. „Es ist wohl irgendwas eingeklemmt. Ein Nerv, oder so. Ich glaube, bis Samstag geht’s schon wieder.“

Davon geht auch Trainer Jupp Heynckes aus, der seinen Torjäger in der Pause durch Nils Petersen ersetzte. Der Neuzugang aus Cottbus ist nach der erneuten Verletzung von Ivica Olic (6-8 Wochen Pause) neben Gomez der einzige nominelle Stürmer im Kader der Münchner. Deshalb denkt man beim Rekordmeister nun über eine weitere Verpflichtung nach. „Es gibt jetzt eine Situation, die ich nicht haben wollte. Wir müssen überlegen, ob wir noch was machen. Ein neuer Spieler muss nicht nur fußballerisch klasse sein, sondern er muss zu uns passen und die deutsche Sprache sprechen“, so Jupp Heynckes nach der Partie in Zürich. Konkrete Kandidaten gibt es jedenfalls noch nicht.

Am Samstag gegen Kaiserslautern soll neben Gomez dann auch Arjen Robben wieder mit von der Partie sein. Der Niederländer wurde gegen Zürich wegen anhaltender Rückenprobleme und einer Schambeinentzündung geschont.


Lahm kontert Kahn-Kritik

17. August 2011 von redaktion

Nach der heftigen Kritik von Oliver Kahn an den Führungsqualitäten von Bastian Schweinsteiger und Philip Lahm schlägt der Bayern-Kapitän nun zurück.

„Dazu brauche ich nicht Stellung zu nehmen. Was irgendein ehemaliger Spieler in irgendeinem Blog sagt, interessiert mich nicht, interessiert Bastian nicht und die Mannschaft nicht“, sagte Philip Lahm am Dienstag auf der Pressekonferenz der Münchner vor dem Champions League Qualifikationsspiel gegen den FC Zürich. Damit watscht der DFB-Kapitän seinen ehemaligen Mitspieler, mit dem er zweimal die deutsche Meisterschaft feiern konnte, öffentlich ab.

Kahn hatte der Spielergeneration um Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger in einem Beitrag auf der Internetseite von „Eurosport“ eine Mitschuld an der internationalen Titelflaute der deutschen Bundesligisten gegeben. „Hängt die Titellosigkeit nicht vielleicht mit einer Spielergeneration zusammen, deren Stellvertreter Phlipp Lahm und Bastian Schweinsteiger vehement leugnen, dass eine Mannschaft heutzutage echte Führungsspieler braucht?“, schrieb der ehemalige Welttorhüter. In dem Experten Blog kommt Kahn zu dem Schluss: „Ohne echte Führungsspieler werden die Bundesligaklubs noch lange auf internationale Titel warten müssen!“

Die öffentliche Kritik an seiner Person scheint Lahm allerdings nicht aus der Ruhe zu bringen. „Ich verspüre keine Wut. Ich habe mit den Aussagen überhaupt kein Problem, sehe der Sache ganz gelassen entgegen“, so der Bayern-Kapitän. Unterstützung bekommt Lahm von seinem Trainer. „Er wirkt nach innen und artikuliert sich nicht lautstark nach außen. Ich halte das für sehr gut. Man braucht nicht immer nach draußen zu poltern, um wahrgenommen zu werden“, sagte Jupp Heynckes über den Führungsstil seines Kapitäns.

Eines ist klar: Neue Freunde in München hat sich Oliver Kahn mit seinen Aussagen nicht gemacht. Aber das wollte der dreimalige Welttorhüter wohl auch gar nicht. Eine Aussprache zwischen dem aktuellen und dem ehemaligen Bayern-Kapitän scheint es jedenfalls nicht zu geben. Auf die Nachfrage, ob er sich mit Kahn in Verbindung gesetzt habe, antwortete Philip Lahm: „Nein, ich habe auch keine Nummer von ihm.“


Topspiel zum Auftakt der 49. Bundesligasaison

21. Juni 2011 von redaktion

Die DFL hat den neuen Spielplan für die Bundesligasaison 2011/12 bekannt gegeben. Zum Auftaktspiel empfängt Borussia Dortmund den Hamburger SV, der FC Bayern muss gegen Gladbach ran.

Der 1. Spieltag der neuen Bundesligasaison hat es gleich so richtig in sich. Am 05. August 2011 um 20.30 Uhr eröffnet der amtierende deutsche Meister aus Dortmund die 49. Spielzeit gegen den Bundesliga-Dino aus Hamburg. „Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Unter Flutlicht beim BVB – das ist natürlich ein echter Hammer-Auftakt“, freut sich HSV-Trainer Michael Oenning. Auch der neue Sportchef Frank Arnesen, der seit Ende Mai beim Hamburger Traditionsverein die Geschicke leitet, zeigte sich begeistert von der Ansetzung der DFL: „Wir nehmen diese Herausforderung voll an. Wir werden probieren gleich stark zu sein.“

Obwohl die Hamburger in der letzten Saison nur den enttäuschenden achten Platz erreichen konnten, ist man beim amtierenden deutschen Meister gewarnt. „Der HSV ist ein großer Traditionsverein, der immer die Motivation hat, vorne dabei zu sein. Der Club hat die eigenen Erwartungen in der Vorsaison nicht erfüllen können, in der Sommerpause aber viele junge Spieler verpflichtet. Das wird ein hochspannendes Spiel zum Auftakt“, so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Die ARD zeigt das Auftaktspiel am Freitagabend live im Free-TV.

Zu einem weiteren Spitzenspiel kommt es am ersten Spieltag in Mainz. Der Europa League Teilnehmer empfängt im neuen Stadion Vizemeister Bayer 04 Leverkusen. Im Traditionsduell trifft der FC Bayern München auf Borussia Mönchengladbach. Der Rekordmeister hat dabei ebenso Heimrecht wie Aufsteiger Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg. „Das ist eine tolle Überraschung! Ein Auftakt gegen Nürnberg ist perfekt, jetzt brauchen wir nur ein randvolles Olympiastadion dazu“, sagte Berlins Trainer Markus Babbel.

Der FC Augsburg, ebenfalls aus der zweiten Liga aufgestiegen, trifft bei seiner Bundesligapremiere im Heimspiel auf den SC Freiburg. So steht es im neuen Spielplan, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt veröffentlichte. Die größte Änderung in der 49. Bundesligasaison ist die Anzahl der Champions League Plätze. Weil Deutschland in der Fünfjahreswertung der UEFA auf den dritten Platz vorgerückt ist, hat die Liga wieder vier Startplätze für die Königsklasse. Die ersten drei Vereine haben die Teilnahme sicher, der Viertplatzierte muss in die Qualifikation.

Alle Partien des 1. Spieltags im Überblick

Freitag, 05.08.2011
Borussia Dortmund – Hamburger SV 20.30
Sa./So., 06./7.08.2011
Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern
Hannover 96 – 1899 Hoffenheim
FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen
VfB Stuttgart – FC Schalke 04
1. FC Köln – VfL Wolfsburg
FC Augsburg – SC Freiburg
Hertha BSC – 1. FC Nürnberg
Bayern München – Bor. Mönchengladbach


Fix: Stanislawski zu Hoffenheim

19. April 2011 von redaktion

Wie erwartet wird Holger Stanislawski zur neuen Saison Trainer der TSG Hoffenheim. Der 41-Jährige erhält einen Vertrag bis 2014 bei den Kraichgauern.

18 Jahre lang war Holger Stanislawski für den FC St. Pauli tätig. Von 1993 bis 2004 hielt er als Spieler die Knochen für den Kiez-Klub hin. Danach war er Sportchef, Vize-Präsident und seit 2006 Cheftrainer. Von der Regionalliga Nord führte „Stani“ die Braun-Weißen in nur dreieinhalb Jahren in die 1. Bundesliga zurück. Nach dieser Saison ist die Ära Stanislawski bei den Kiezkickern endgültig vorbei.  „Natürlich fällt nach so langer Zeit ein Abschied aus Hamburg schwer. Ich denke dennoch, dass es für mich Zeit ist, eine neue, spannende Aufgabe anzugehen“, so der 41-jährige Fußball-Lehrer in einer Presseerklärung. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Hoffenheim haben mich absolut überzeugt. Ich freue mich auf das neue Umfeld und die kommende Saison mit 1899 Hoffenheim.“

In Hoffenheim beruht diese Freude selbstverständlich ganz auf Gegenseitigkeit. „Holger Stanislawski gehört zweifelsfrei zu den außergewöhnlichen Trainerpersönlichkeiten der Bundesliga. Seine Trainerqualitäten hat er mit den Aufstiegen des FC St. Pauli bis in die Bundesliga unter Beweis gestellt. Darüber hinaus versteht er es, junge Talente an den Profifußball heranzuführen”, sagte Hoffenheims Manager Ernst Tanner über den neuen Mann. Bei der TSG löst Stanislawski den erfolglosen Marco Pezzaiuoli ab, dessen Demission zum Saisonende in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden war. Vorher hat „Stani“ allerdings noch ein anderes Ziel fest vor Augen. „Dennoch gilt meine volle Konzentration noch dem Saisonendspurt und dem Klassenerhalt mit St.Pauli, ehe ich an meine neue Aufgabe herangehe.”


Rummenigge spricht Machtwort: Robben bleibt!

1. April 2011 von redaktion

Karl-Heinz Rummenigge hat Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Arjen Robben beendet. Der Niederländer wird auch im Falle der verpassten Qualifikation zur Champions League beim Rekordmeister bleiben, verkündete der Vorstandsboss.

„Ich habe keine Lust auf die Europa League“, dieser Satz aus dem Mund von Bayern-Star Arjen Robben hatte zuletzt für reichlich Diskussionen unter den Fans des Rekordmeisters gesorgt. Die große Frage: verlässt Robben die Münchner, wenn die Qualifikation zur Champions League nicht gelingt? Eine Antwort blieb der 27-Jährige, der offiziell noch Vertrag bis 2013 hat, seinen Anhängern schuldig. Zwar betonte der Nationalspieler unter der Woche, er fühle sich sehr wohl bei Bayern und wolle gerne bleiben. Auf die Frage ob er sicher bleibe, antwortete er jedoch: „Nein, das will ich nicht sagen!“ Damit hatte Robben die Spekulationen um einen möglichen Wechsel genährt.

Zeit für den Vorstansboss des FC Bayern ein Machtwort zu sprechen. „Eines ist zu hundert Prozent sicher: Arjen Robben wird auch nächste Saison beim FC Bayern spielen – egal was passiert“, sagte Karl-Heinz Rummenigge der Bild-Zeitung. Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach nahm der 55-Jährige die Mannschaft in die Pflicht. „Wir alle wollen wieder in die Champions League, müssen jetzt alles tun, um das noch zu schaffen.”

Sollten die Bayern das Traditionsduell für sich entscheiden und Hannover 96 in Dortmund nicht gewinnen, kann der Rekordmeister auf Platz drei vorrücken. Und der berechtigt ja bekanntlich zur Qualifikation für die Königsklasse. Seinen Teil dazu beitragen soll auch Arjen Robben. Der Niederländer hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und steht gegen Gladbach in der Startelf. „Ich hatte eine gute Woche. Es sieht gut aus für Sonnabend“, so der 27-Jährige.


Chaos beim HSV: Veh schmeißt hin

8. März 2011 von redaktion

Armin Veh wird den Hamburger SV im Sommer verlassen. Der Trainer sieht den Verein in einer „gefährlichen Situation“.

Der Hamburger SV kommt im Jahr 2011 einfach nicht zur Ruhe. Erst am vergangenen Wochenende hatte der Aufsichtsrat des Traditionsvereins beschlossen, die Verträge mit den Vorständen Bernd Hoffmann und Katja Kraus nicht zu verlängern. Am Dienstag zog nun der Trainer seine Konsequenzen aus dem Führungs-Chaos beim HSV. Armin Veh, erst seit acht Monaten im Amt, gab seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. „Aufgrund der aktuellen Situation ist es so, dass ich nächstes Jahr nicht mehr da bin“, erklärte Veh und fügte hinzu: „Mit der Entwicklung im Verein kann man aus meiner Sicht nicht arbeiten. Es geht hier teilweise nicht mehr um Fußball, was aber mein Job ist.“

Eigentlich wollte der scheidende Trainer noch mit dem neuen Sportdirektor Frank Arnesen über seine Zukunft beim HSV beraten, aber aufgrund der jüngsten Ereignisse, besteht aus Vehs Sicht nun kein Gesprächsbedarf mehr. Der 50-Jährige, der noch Anfang Dezember 2010 beteuerte, dass der HSV seine letzte Trainerstation in Deutschland sei, hat die Schnauze voll. „Zu der aktuellen Situation kann ich nur sagen, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Der erste Schritt, mit der Verpflichtung von Arnesen, war eine gute Entscheidung. Schade, dass es jetzt keine Einheit gibt und man vernünftig damit umgeht. Wir sind ein Unternehmen, das einiges umsetzt. Von daher kann man den Verein aus meiner Sicht nicht so regieren.“ Damit übt Veh Kritik am unglücklichen Verhalten des Aufsichtsrats, der zuletzt immer wieder für negative Schlagzeilen sorgte.  

„Es sind in diesem Klub viele Dinge passiert, die ich nicht nachvollziehen kann. Eigentlich ist das hier ein geiler Klub. Es ist traurig, dass man sich selbst im Weg steht und nicht zu einer Einheit wird. Sonst wäre hier einiges möglich. Ich weiß nicht, was passieren muss, damit jeder einmal aufwacht. Im Prinzip ist der Verein aus meiner Sicht führungslos. Man kann nicht sagen, jeder sitzt in seinem Büro und alles läuft so weiter. In dieser Konstellation ist der Verein schwer handlungsfähig. Ich sehe ein riesiges Vakuum“, sagte ein sichtlich enttäuschter Armin Veh. Seinen Vertrag bis zum Saisonende will der Trainer trotz allem erfüllen. Danach ist für ihn das Kapitel Hamburg abgeschlossen.