Boateng zum FC Bayern

14. Juli 2011 von redaktion

Der FC Bayern München hat nach langem hin und her Jerome Boateng von Manchester City verpflichtet. Der deutsche Nationalspieler unterschreibt einen Vertrag bis 2015.

Wochenlang wurde verhandelt. Immer wieder ging es hin und her zwischen dem FC Bayern und Manchester City. War sich der Rekordmeister mit Jerome Boateng schon längst über einen Wechsel einig, drohte der Deal an der von den Engländern geforderten Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro zu scheitern. Doch nun haben sich beide Vereine geeinigt. Boateng wird ein Bayer, wie die Münchner auf ihrer offiziellen Vereins-Homepage bestätigten.

„Es waren intensive Verhandlungen und ein langer Weg, bis wir diesen Transfer nun zu einem guten Ende führen konnten. Mit Jerome Boateng haben wir unseren Wunschkandidaten für die Innenverteidigung zum FC Bayern geholt“, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Über die Ablösesumme vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Experten gehen jedoch von einem Betrag von 13,5 Millionen Euro aus.

Boateng, der derzeit noch mit Manchester City in Los Angeles weilt, erhält in München einen Vertrag bis 2015. In den nächsten Tagen wird der 22-jährige Defensivallrounder in München zur medizinischen Untersuchung erwartet. Dort freut man sich schon jetzt auf den ehemaligen Hamburger. „Jerome Boateng ist ein junger deutscher Nationalspieler, der perfekt in die Philosophie des FC Bayern passt. Zudem ist er auch der Wunschspieler unseres Cheftrainers Jupp Heynckes“, so Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger.

Trotz WM-Aus – Neid bleibt Bundestrainerin

14. Juli 2011 von redaktion

Nach einem Gespräch mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach hat sich Silvia Neid entschieden, ihren bis 2016 laufenden Vertrag zu erfüllen.

Es wurde viel spekuliert seit dem unglücklichen Ausscheiden der deutschen Frauen Nationalmannschaft bei der Heim-WM am vergangenen Samstag. Mit 0:1 hatten die DFB-Mädels gegen die Japanerinnen verloren. Ganz Fußball-Deutschland konnte es nicht fassen und wie es so üblich ist in der Welt des runden Leders musste nun ein bzw. eine Schuldige her. Für viele Leute war die in Silvia Neid schnell gefunden. Fehlende Kommunikation, die zu lange Vorbereitungsphase und ein – vorsichtig ausgedrückt – unglücklicher Umgang mit Birgit Prinz wurden der Bundestrainerin vorgeworfen. Der Rücktritt wurde Neid nahe gelegt und die 47-Jährige dachte zumindest darüber nach.

„Nach dem auch für mich enttäuschenden Ausscheiden bei der WM brauchte ich ein paar Tage zum Nachdenken. Der große Zuspruch meiner Mannschaft und das Vertrauen, dass mir DFB-Präsident Dr. Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach noch einmal persönlich ausgesprochen haben, waren für mich der entscheidende Antrieb weiterzumachen. Ich freue mich auf die nächsten Herausforderungen“, so die Bundestrainerin, die nun die Aufgabe angehen muss, ein neues Team aufzubauen. Zeit dafür hat Silvia Neid reichlich. Das nächste Turnier ist die Europameisterschaft 2013.  Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 haben die DFB-Mädels durch das Viertelfinal-Aus verpasst. Auch diese Enttäuschung muss erst einmal verarbeitet werden.

Es wartet viel Arbeit auf die alte und neue Bundestrainerin. Doch beim DFB ist man sich sicher, Silvia Neid ist und bleibt die Richtige. „Es ist eine gute Entscheidung für den Frauenfußball, dass Silvia Neid ihre Arbeit als Bundestrainerin fortsetzt, und wir sind sicher, dass sie mit hoher Motivation das nächste große Ziel EM 2013 in Schweden angehen wird“, so Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

DFB-Mädels auf Kurs

6. Juli 2011 von redaktion

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gewinnt das dritte Gruppenspiel bei der Fußball Weltmeisterschaft 2011 mit 4:2 gegen Frankreich. Im Viertelfinale geht es gegen Japan.

Endlich haben sie ihn gezeigt. Den Fußball den ganz Deutschland von seinen DFB-Mädels sehen möchte. Nach dem die ersten beiden Gruppenspiele gegen Kanada und Nigeria zwar siegreich aber vom spielerischen her eher mau ausfielen, gab es im Gruppenfinale gegen die Französinnen ein echtes Fußballfest. Den 47.000 Zuschauern in Mönchengladbach wurde ein attraktives Spiel mit vielen Toren und reichlich Spannung geboten, weil auch der Gegner sich niemals aufgab. Zwei Treffer von Inka Grings (32./68.) und jeweils einer von Kerstin Garefrekes (25.) und Celia Okoyino da Mbabi (89.) sorgten für den erhofften Brustlöser.

„Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wenn man gegen eine so gute Mannschaft vier Tore macht, ist das befreiend“, freute sich Okoyino da Mbabi, die bereits ihr zweites Turniertor erzielen konnte. Neben der quirligen Angreiferin durfte dieses Mal Inka Grings für die bisher wenig überzeugende Birgit Prinz von Beginn an ran. Die 32-Jährige nutze ihre Chance, begeisterte mit zwei Treffern und einer starken Leistung. „Wir haben ein richtig tolles Fußballspiel gesehen. Wir hatten uns eine Menge vorgenommen, und haben das vor einem fantastischen Publikum gut umgesetzt. Für mich ist es natürlich optimal gelaufen“, sagte eine strahlende Grings nach dem Spiel.

Auch Bundestrainerin Silvia Neid war trotz der zwei Gegentore nach Eckbällen durchaus zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft. „Das war heute Fußball für mich. Ich denke, wir sind jetzt richtig im Turnier angekommen, von daher bin ich sehr zufrieden. Wir wissen aber, dass Japan kein einfacher Gegner ist.“ Am Samstag (20.45 Uhr in Wolfsburg) wollen die deutschen Frauen ihrer Favoritenrolle dann auch im Viertelfinale gerecht werden und den nächsten Schritt auf der Mission „Titelverteidigung“ gehen. Die Euphorie um die WM im eigenen Land ist spätestens seit Dienstagabend riesig. Wie schon gegen Nigeria verfolgten im Schnitt über 16 Millionen Zuschauer das Spiel der DFB-Mädels vor den Fernsehern. Angesichts des attraktiven Fußballs, den die Fans diesmal geboten bekamen, werden es am Samstag wohl noch ein paar mehr sein.

Topspiel zum Auftakt der 49. Bundesligasaison

21. Juni 2011 von redaktion

Die DFL hat den neuen Spielplan für die Bundesligasaison 2011/12 bekannt gegeben. Zum Auftaktspiel empfängt Borussia Dortmund den Hamburger SV, der FC Bayern muss gegen Gladbach ran.

Der 1. Spieltag der neuen Bundesligasaison hat es gleich so richtig in sich. Am 05. August 2011 um 20.30 Uhr eröffnet der amtierende deutsche Meister aus Dortmund die 49. Spielzeit gegen den Bundesliga-Dino aus Hamburg. „Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Unter Flutlicht beim BVB – das ist natürlich ein echter Hammer-Auftakt“, freut sich HSV-Trainer Michael Oenning. Auch der neue Sportchef Frank Arnesen, der seit Ende Mai beim Hamburger Traditionsverein die Geschicke leitet, zeigte sich begeistert von der Ansetzung der DFL: „Wir nehmen diese Herausforderung voll an. Wir werden probieren gleich stark zu sein.“

Obwohl die Hamburger in der letzten Saison nur den enttäuschenden achten Platz erreichen konnten, ist man beim amtierenden deutschen Meister gewarnt. „Der HSV ist ein großer Traditionsverein, der immer die Motivation hat, vorne dabei zu sein. Der Club hat die eigenen Erwartungen in der Vorsaison nicht erfüllen können, in der Sommerpause aber viele junge Spieler verpflichtet. Das wird ein hochspannendes Spiel zum Auftakt“, so Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Die ARD zeigt das Auftaktspiel am Freitagabend live im Free-TV.

Zu einem weiteren Spitzenspiel kommt es am ersten Spieltag in Mainz. Der Europa League Teilnehmer empfängt im neuen Stadion Vizemeister Bayer 04 Leverkusen. Im Traditionsduell trifft der FC Bayern München auf Borussia Mönchengladbach. Der Rekordmeister hat dabei ebenso Heimrecht wie Aufsteiger Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg. „Das ist eine tolle Überraschung! Ein Auftakt gegen Nürnberg ist perfekt, jetzt brauchen wir nur ein randvolles Olympiastadion dazu“, sagte Berlins Trainer Markus Babbel.

Der FC Augsburg, ebenfalls aus der zweiten Liga aufgestiegen, trifft bei seiner Bundesligapremiere im Heimspiel auf den SC Freiburg. So steht es im neuen Spielplan, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Dienstag in Frankfurt veröffentlichte. Die größte Änderung in der 49. Bundesligasaison ist die Anzahl der Champions League Plätze. Weil Deutschland in der Fünfjahreswertung der UEFA auf den dritten Platz vorgerückt ist, hat die Liga wieder vier Startplätze für die Königsklasse. Die ersten drei Vereine haben die Teilnahme sicher, der Viertplatzierte muss in die Qualifikation.

Alle Partien des 1. Spieltags im Überblick

Freitag, 05.08.2011
Borussia Dortmund – Hamburger SV 20.30
Sa./So., 06./7.08.2011
Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern
Hannover 96 – 1899 Hoffenheim
FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen
VfB Stuttgart – FC Schalke 04
1. FC Köln – VfL Wolfsburg
FC Augsburg – SC Freiburg
Hertha BSC – 1. FC Nürnberg
Bayern München – Bor. Mönchengladbach

DFB-Elf: Ära „Ballack“ endgültig beendet

16. Juni 2011 von redaktion

Michael Ballack wird zukünftig nicht mehr dem Kader der deutschen Nationalmannschaft angehören. Bundestrainer Joachim Löw plant ohne den ehemaligen Kapitän der DFB-Elf.

98-mal lief Michael Ballack mit dem Adler auf der Brust auf, schoss dabei insgesamt 42 Tore und führte die Nationalmannschaft lange Zeit als Kapitän an. Bei zwei Welt- und drei Europameisterschaften war Ballack dabei. Nun ist seine Zeit im DFB-Trikot endgültig abgelaufen. So lautet das Ergebnis der Gespräche zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem 34-jährigen Mittelfeldspieler.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass viele junge Spieler in den Blickpunkt gerückt sind und gute Perspektiven besitzen. Mit ihnen ist die Entwicklung der Nationalmannschaft seit der WM 2010 in Südafrika absolut positiv verlaufen. Nachdem ich diese Thematik mit Michael Ballack zuletzt bei unserem Treffen Ende März 2011 in aller Offenheit erörtert habe und wir danach mehrfach telefoniert haben, ist nun vor dem Start in die EM-Saison der Zeitpunkt gekommen, hier klar Position zu beziehen“, äußerte sich der Bundestrainer auf DFB.de.

Die monatelange Diskussion um die Zukunft des „Capitanos“ in der Nationalmannschaft ist damit endgültig abgeschlossen. Sein bislang letztes Länderspiel hat Ballack am 3. März 2010 gegen Argentinien bestritten, die WM in Südafrika verpasste er verletzungsbedingt. Nach über 10 Jahren im DFB-Trikot ist für ihn Schluss. „In unseren Gesprächen hatte ich den Eindruck, dass Michael durchaus Verständnis für unsere Sichtweise hat. Im Interesse aller ist daher jetzt eine ehrliche und klare Entscheidung angebracht“, so Jogi Löw, der anschließend lobende Worte für Ballack fand.

„Michael Ballack war ein Jahrzehnt ein sehr wichtiger Führungsspieler der Nationalmannschaft und hat enormen Anteil an den großen Erfolgen des Teams seit der WM 2002. Er hat eine Ära geprägt und sich als Kapitän stets in den Dienst der Mannschaft gestellt, was ich bei der WM 2006 oder der EURO 2008 aus nächster Nähe erleben konnte. Seine spielerische und kämpferische Klasse sprechen ebenso für ihn wie seine Torgefährlichkeit und seine Nervenstärke gerade in wichtigen Spielen.“

Der Bundestrainer versicherte, Ballack könne ein Abschiedsspiel erhalten. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass Michael Ballack als Nationalspieler in attraktivem Rahmen verabschiedet werden soll und wir ihm ein ehrliches Dankeschön für seine großen Verdienste um den deutschen Fußball sagen wollen.“ Am 10. August kann der 34-Jährige dann in seinem 99. Länderspiel seinen Abschied von der Nationalmannschaft feiern. Im Klassiker gegen Brasilien soll er ein letztes Mal das Team als Kapitän aufs Feld führen. Ob es dazu kommen wird, hängt allein von Ballack selbst ab. „Diese Überlegungen sind ihm seit längerem bekannt. Wir hoffen, dass er dieses Angebot annimmt“, so DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Klose muss passen

30. Mai 2011 von redaktion

Miroslav Klose kann nicht an den EM-Qualifikationsspielen der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich (Freitag, 20.30 Uhr) und Aserbaidschan (Dienstag, 19 Uhr) teilnehmen. Der 32-jährige Stürmer zog sich im Testspiel gegen Uruguay eine schmerzhafte Rippenprellung zu.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Miroslav Klose gestern Abend kurz vor dem Abpfiff auf dem Rasen der Rhein-Neckar-Arena und hielt sich die Seite. Auch nach der Partie wurden die Schmerzen des 109-maligen Nationalspielers nicht weniger. Eine Kernspintomographie am Montagmorgen in München gab Aufschluss. Rippenprellung – Klose muss in den nächsten Tagen mit dem Training aussetzen und daher die kommenden beiden EM-Qualifikationsbegegnungen absagen.

„Es ist bedauerlich, dass Miro für die beiden Länderspiele in Österreich und Aserbaidschan ausfällt. Bei unseren Planungen für diese Begegnungen hat er gemeinsam mit Mario Gomez im Sturm eine wichtige Rolle gespielt“, sagte Bundestrainer Joachim Löw, dem mit  Gomez nun lediglich ein echter Mittelstürmer zur Verfügung steht. Der Bundesliga-Torschützenkönig, der beim 2:1-Sieg gegen Uruguay begonnen und das erste Tor erzielt hatte, befindet sich momentan zwar in Topform. Einen Ersatz für Gomez hat Löw nach dem Ausfall seines erfolgreichsten Torschützen allerdings nicht mehr. „Über eine Nachnominierung werden wir uns Gedanken machen“, so der Bundestrainer.

Fix: Stanislawski zu Hoffenheim

19. April 2011 von redaktion

Wie erwartet wird Holger Stanislawski zur neuen Saison Trainer der TSG Hoffenheim. Der 41-Jährige erhält einen Vertrag bis 2014 bei den Kraichgauern.

18 Jahre lang war Holger Stanislawski für den FC St. Pauli tätig. Von 1993 bis 2004 hielt er als Spieler die Knochen für den Kiez-Klub hin. Danach war er Sportchef, Vize-Präsident und seit 2006 Cheftrainer. Von der Regionalliga Nord führte „Stani“ die Braun-Weißen in nur dreieinhalb Jahren in die 1. Bundesliga zurück. Nach dieser Saison ist die Ära Stanislawski bei den Kiezkickern endgültig vorbei.  „Natürlich fällt nach so langer Zeit ein Abschied aus Hamburg schwer. Ich denke dennoch, dass es für mich Zeit ist, eine neue, spannende Aufgabe anzugehen“, so der 41-jährige Fußball-Lehrer in einer Presseerklärung. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Hoffenheim haben mich absolut überzeugt. Ich freue mich auf das neue Umfeld und die kommende Saison mit 1899 Hoffenheim.“

In Hoffenheim beruht diese Freude selbstverständlich ganz auf Gegenseitigkeit. „Holger Stanislawski gehört zweifelsfrei zu den außergewöhnlichen Trainerpersönlichkeiten der Bundesliga. Seine Trainerqualitäten hat er mit den Aufstiegen des FC St. Pauli bis in die Bundesliga unter Beweis gestellt. Darüber hinaus versteht er es, junge Talente an den Profifußball heranzuführen”, sagte Hoffenheims Manager Ernst Tanner über den neuen Mann. Bei der TSG löst Stanislawski den erfolglosen Marco Pezzaiuoli ab, dessen Demission zum Saisonende in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden war. Vorher hat „Stani“ allerdings noch ein anderes Ziel fest vor Augen. „Dennoch gilt meine volle Konzentration noch dem Saisonendspurt und dem Klassenerhalt mit St.Pauli, ehe ich an meine neue Aufgabe herangehe.”

Eine Königsblaue Nacht

6. April 2011 von redaktion

Der FC Schalke 04 gewinnt das Hinspiel im Viertelfinale der UEFA Champions League bei Titelverteidiger Inter Mailand mit 5:2. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick steht mit einem Bein im Halbfinale.

„Unvergleichlich, was ich hier erlebt habe. An so ein Spiel kann ich mich nicht erinnern.“ Diese Worte stammen aus dem Mund eines dreimaligen Gewinners der Champions League. Einer der seit gestern sage und schreibe 141 Spiele in der höchsten europäischen Spielklasse auf dem Buckel hat. Einer von dem man dachte er hätte im Profi-Fußball schon alles erlebt. Rául, 33-jähriger Superstar in Reihen des FC Schalke 04, konnte sein Glück nach dem Kantersieg gegen Inter Mailand kaum fassen. Und damit stand er nicht alleine da. „Keiner hätte damit gerechnet, dass wir so ein Spiel beim Titelverteidiger abliefern“, sagte Kapitän Manuel Neuer kopfschüttelnd. „Ich selbst kann es immer noch nicht begreifen. Wir haben so offensiv gespielt, wie selten zuvor.“

In der Tat brannte die junge Schalker Mannschaft in der Offensive ein regelrechtes Feuerwerk ab. Besonders der bullige Stoßstürmer Edu stellte die Inter-Defensive immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Zwei Tore konnte der Brasilianer, den vorher nicht einmal Franz Beckenbauer auf dem Zettel gehabt hatte, zum Sensationserfolg der Königsblauen beisteuern. Flankiert wurde er von den nimmer müden Dauerläufern Jefferson Farfan und Alexander Baumjohann. In seinem zweiten Spiel als Schalke-Trainer hatte Ralf Rangnick  mit seiner offensiven Ausrichtung alles richtig gemacht.

„Wir hatten sie ja im Derby gegen Milan beobachtet. Da haben wir gesehen, wer sich gegen Inter hinten rein stellt, der muss sehr gut kontern können. Deswegen haben wir bewusst offensiv gespielt. Wir wollten die Lücken in der Mailänder Hintermannschaft finden.“ Und das gelang ihnen zur Freude des Trainers nicht nur einmal, sondern ganze fünfmal.

Um doch noch weiterzukommen müsste Titelverteidiger Inter Mailand im Rückspiel in Gelsenkirchen schon mit 4:0 gewinnen. Ein Szenario, an das allerdings niemand wirklich glaubt. „Ich lege mich fest, dass Schalke das schafft. Das ist unmöglich für Inter. Aber klar, dass die Schalker jetzt noch nicht durchdrehen. Die Kleinen feiern den Augenblick, die Großen den Erfolg“, äußerte sich Sky-Experte und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nach der Partie. Das Erreichen des Halbfinals wäre für die Königsblauen schon ein historischer Erfolg. Doch „Fußball-Kaiser“ Franz Beckenbauer traut Rául und Co noch einiges mehr zu. „Wenn Schalke so spielt, wie bei Inter, ist in der Champions League alles machbar.“ Große Worte, die man auf Schalke sicherlich gerne hört. Die nächste Königsblaue Nacht kann kommen.

Rummenigge spricht Machtwort: Robben bleibt!

1. April 2011 von redaktion

Karl-Heinz Rummenigge hat Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Arjen Robben beendet. Der Niederländer wird auch im Falle der verpassten Qualifikation zur Champions League beim Rekordmeister bleiben, verkündete der Vorstandsboss.

„Ich habe keine Lust auf die Europa League“, dieser Satz aus dem Mund von Bayern-Star Arjen Robben hatte zuletzt für reichlich Diskussionen unter den Fans des Rekordmeisters gesorgt. Die große Frage: verlässt Robben die Münchner, wenn die Qualifikation zur Champions League nicht gelingt? Eine Antwort blieb der 27-Jährige, der offiziell noch Vertrag bis 2013 hat, seinen Anhängern schuldig. Zwar betonte der Nationalspieler unter der Woche, er fühle sich sehr wohl bei Bayern und wolle gerne bleiben. Auf die Frage ob er sicher bleibe, antwortete er jedoch: „Nein, das will ich nicht sagen!“ Damit hatte Robben die Spekulationen um einen möglichen Wechsel genährt.

Zeit für den Vorstansboss des FC Bayern ein Machtwort zu sprechen. „Eines ist zu hundert Prozent sicher: Arjen Robben wird auch nächste Saison beim FC Bayern spielen – egal was passiert“, sagte Karl-Heinz Rummenigge der Bild-Zeitung. Vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach nahm der 55-Jährige die Mannschaft in die Pflicht. „Wir alle wollen wieder in die Champions League, müssen jetzt alles tun, um das noch zu schaffen.”

Sollten die Bayern das Traditionsduell für sich entscheiden und Hannover 96 in Dortmund nicht gewinnen, kann der Rekordmeister auf Platz drei vorrücken. Und der berechtigt ja bekanntlich zur Qualifikation für die Königsklasse. Seinen Teil dazu beitragen soll auch Arjen Robben. Der Niederländer hat seine Oberschenkelprobleme überwunden und steht gegen Gladbach in der Startelf. „Ich hatte eine gute Woche. Es sieht gut aus für Sonnabend“, so der 27-Jährige.

Hoeneß kritisiert Testspiel gegen Australien

29. März 2011 von redaktion

Am Dienstagabend (20.45 Uhr, Live im ZDF) trifft die deutsche Nationalmannschaft in Mönchengladbach auf Australien. Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist mit der Austragung dieses Testspiels überhaupt nicht einverstanden.

Uli Hoeneß hat mal wieder auf den Putz gehauen. Der Präsident des FC Bayern München kritisierte Bundestrainer Joachim Löw für die Austragung des Testspiels gegen Australien. „Löw muss gar nichts testen. Die Bundesliga ist auf dem Weg, die beste  Liga der Welt zu werden. Die Spiele dort sind besser als jeder Test. Ein Trainingsspiel bei Bayern, Team A gegen Team B, ist besser bestückt als das Spiel gegen Australien“, äußerte sich der 59-Jährige gestern im Düsseldorfer Kulturforum, wo er von Radioreporter Manni Breukmann interviewt wurde. Kritik, die sich gewaschen hat und beim DFB so gar nicht auf Gegenliebe stoßen dürfte.

Vor allem den Zeitpunkt kurz vor dem Endspurt in der Bundesliga kann Hoeneß, der ohnehin kein Freund von Testspielen der Nationalmannschaft ist, nicht nachvollziehen. „In so einer Phase – wo es um Meisterschaft und Existenzen geht – muss ein Freundschaftsspiel gegen Australien nicht sein“, wetterte Hoeneß und warf dem DFB zugleich Gelmacherei vor. „Das wird ja auch nicht gemacht, um zu testen. Sondern da gibt es fünf Millionen Euro für den DFB.“

Rumms! Die Abteilung Attacke hat mal wieder zugeschlagen. Man darf gespannt sein, wie der Bundestrainer und die Verantwortlichen des DFB auf die harsche Kritik des Bayern-Präsidenten reagieren werden. Joachim Löw und Co. jedenfalls wollen den Test gegen die „Socceroos“ nutzen, um dem zweiten Anzug eine Chance zu geben. „Wir sind froh, dass wir solche Spiele wie gegen Australien nutzen können, um die Weiterentwicklung unserer jungen Spieler zu fördern“, sagte Assistent Hans-Dieter Flick am gestrigen Montag. Die Fans scheint das allerdings nur wenig zu interessieren. 45.800 Tickets stehen für die Partie in Mönchengladbach zur Verfügung, gerade einmal 25.000 wurden bis Montagmittag verkauft.